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Emma aicher: Auf dem Weg zur Gesamtweltcup-Spitze im Ski-Alpin

Die Olympischen Spiele sind vorbei, doch Emma Aicher setzt ihre Aktivitäten fort und macht weiterhin Emma-Aicher-Dinge. Jetzt im Weltcup. Vierte, Erste, Zweite – nach den drei Wettkämpfen in Soldeu, dem kleinen Staat Andorra, ist die 22-Jährige sogar im Rennen um den Gesamtweltcup dabei.

Mit lediglich 219 Punkten Rückstand auf Mikaela Shiffrin (USA) startet die zweifache Olympia-Zweite von Cortina d’Ampezzo in die verbleibenden neun Wettkämpfe dieses Winters, von denen fünf in Abfahrt und Super-G stattfinden werden.

Dass sie in den Speed-Disziplinen konstant gute Leistungen zeigt, bewies Aicher am verlängerten Wochenende in den Pyrenäen eindrucksvoll, insbesondere im ersten von zwei Super-G-Rennen, wo sie die Konkurrenz deutlich hinter sich ließ: Mit 0,88 Sekunden Vorsprung sicherte sie sich ihren fünften Weltcup-Sieg vor der Neuseeländerin Alice Robinson – und niemand war darüber mehr überrascht als sie selbst: "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mein volles Potenzial ausgeschöpft habe, aber es hat trotzdem gut funktioniert."

Am folgenden Tag war dann nur eine schnellere unterwegs: Sofia Goggia aus Italien, die 2018 Olympiasiegerin in der Abfahrt und drei Wochen zuvor Olympiadritte hinter Aicher war.

Mit dem zweiten Platz, der zehnten Podiumsplatzierung ihrer Laufbahn, war sie jedoch "auch sehr zufrieden", einige "kleine Fehler" hätten sie jedoch gebremst, den Steilhang auf dem vom deutschen Trainer Charly Pichler markierten Kurs habe sie außerdem "nicht ganz optimal gemeistert". Zu Goggia fehlten ihr 0,24 Sekunden.

Neuigkeiten: Die nächste Show von Emma Aicher im Super-G Quelle: Eurosport

Weidle-Winkelmann kämpft mit Unzulänglichkeiten

Für Kira Weidle-Winkelmann lief es nicht ganz optimal, obwohl sie mit Emma Aicher in Cortina d’Ampezzo gemeinsam Silber in der Team-Kombination errungen hatte. Sie belegte die Plätze elf, sieben und 14 – die 30-Jährige hatte gemischte Empfindungen: „Es gibt immer wieder gute Skifahrten“, meinte sie, „aber auch zu viele große Fehler.“ Ja, die „Grundform stimmt schon“, jedoch „muss ich es einfach mal wieder von oben bis unten durchziehen und die Fehler vermeiden“.

Emma Aicher äußerte sich nach ihren drei Wettkämpfen als „sehr zufrieden, es war ein wirklich tolles Wochenende“. Die nächste Etappe im Weltcup führt ins Val di Fassa, wo ab Freitag zwei Abfahrten sowie ein Super-G stattfinden sollen – was auch die große Kristallkugel in den Fokus rückt.

Emma Aicher verpasst die Bestzeit von Goggia nur knapp. Quelle: Eurosport

Emma Aicher möchte nicht über ihre geringe Möglichkeit im Gesamtweltcup nachdenken, doch die Realität ist: Diese kleine Möglichkeit besteht, insbesondere da Shiffrin voraussichtlich auf die Abfahrt und den Super-G verzichten wird.

Aicher hingegen lässt sich wie gewohnt nicht aus der Ruhe bringen: "Ich reagiere nicht besser oder schlechter auf externen Druck, ich versuche, das auszublenden. Das hat in dieser Saison ganz gut geklappt, und so werde ich es weiterhin handhaben", äußerte sie in der "ARD".

Dies trifft auch auf zwei weitere Gelegenheiten zu: Im Abfahrtsweltcup liegt Aicher noch 94 Punkte hinter der bei den Olympischen Spielen schwer gestürzten Lindsey Vonn – im Super-G-Weltcup sind es 116 Punkte Rückstand auf Goggia.

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(SID)

Aicher im Siegerinterview: "Es fühlt sich wirklich großartig an" Quelle: Eurosport