Mahmud ahmadinedschad: Berichte über seinen Tod als falsch entlarvt
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Mahmud ahmadinedschad: Berichte über seinen Tod als falsch entlarvt
Nach den Militärschlägen gegen den Iran sieht Trump die USA noch nicht am Ziel – und sichert den Menschen im Iran Unterstützung zu.
Nach den Militärschlägen gegen den Iran sieht Trump die USA noch nicht am Ziel – und sichert den Menschen im Iran Unterstützung zu. © Matt Rourke/AP/dpa
22:59 Uhr: ➤ Trump will Iran angreifen, bis alle Ziele erfüllt sind
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die Angriffe auf den Iran fortgesetzt werden, bis alle Kriegsziele erreicht sind. „Die Kampfhandlungen werden derzeit mit voller Kraft fortgesetzt und werden so lange andauern, bis alle unsere Ziele erfüllt sind“, sagte er in einer Videoansprache.
Ein Iran mit weitreichenden Raketen und Atomwaffen stelle eine ernsthafte Bedrohung für jeden Amerikaner dar, so Trump. „Wir können nicht zulassen, dass eine Nation, die terroristische Armeen aufstellt, solche Waffen besitzt.“ Trump rief die Revolutionsgarden im Iran erneut dazu auf, die Waffen niederzulegen. Zudem appellierte er an alle „iranischen Patrioten“, die Gunst der Stunde zu nutzen und das Land wieder an sich zu reißen. Es sei nun an ihnen, sagte Trump. „Aber wir werden da sein, um zu helfen.“ (dpa)
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Attacken auf Militärbasen mit deutschen Soldaten in Nahost
22:52 Uhr
Nach der Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran sind nach Angaben der Bundeswehr Militärstandorte ins Visier geraten, an denen auch deutsche Soldaten stationiert sind. Am Samstag und Sonntag sei es zu Angriffen auf multinational genutzte Standorte in Erbil im Nordirak und Al-Asrak in Jordanien gekommen, teilte das Operative Führungskommando in Berlin auf Anfrage mit. Die Soldaten vor Ort seien in Schutzbauten in Sicherheit und wohlauf. An beiden Standorten seien Luftverteidigungsmaßnahmen durchgeführt worden.
„Die deutschen Soldaten waren offensichtlich nicht unmittelbares Ziel“, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos. Zuerst berichtete der „Spiegel“ über die Vorfälle. Es gab vom Operativen Führungskommandos keine Angaben dazu, von wem die Angriffe ausgingen.
Nach Angaben des Operativen Führungskommandos gab es für das deutsche Kontingent keine Schäden an einsatzwichtigem Material. Der Sprecher erläuterte, dass angesichts zunehmender Spannungen in der Region bereits in den vergangenen Wochen vorsorglich Personal abgezogen worden sei, das derzeit nicht dringend für die Mission gebraucht werde.
Die Bundeswehr beteiligt sich im Irak und in Jordanien an Einsätzen einer internationalen Koalition, die ein Wiedererstarken der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verhindern sollen. (dpa)
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Angriffe des Iran – Deutschland droht mit „notwendigen Maßnahmen“
21:41 Uhr
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und des Vereinigten Königreichs haben die Raketenangriffe des Iran auf Länder der Region verurteilt und militärische Abwehrmaßnahmen angedroht. Die Angriffe des Iran seien „wahllos und unverhältnismäßig“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung, die auch das Bundespresseamt veröffentlichte.
„Wir fordern den Iran auf, seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einzustellen“, erklärten die Staats- und Regierungschefs. „Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.“ Dazu werde man auch mit den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.
Unter den vom Iran angegriffenen Ländern seien auch solche, die nicht an der ursprünglichen militärischen Operation der USA und Israels beteiligt gewesen seien. „Die rücksichtslosen iranischen Angriffe richten sich gegen enge Verbündete und bedrohen unser Militärpersonal und unsere Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Region“, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. (dpa)
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Schwere Explosionen erschüttern Teheran
19:42 Uhr
Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein großer Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen.
Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor eine Verstärkung der Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran angekündigt. „Unsere Truppen greifen das Herz Teherans mit enormer Kraft an, und dies wird in den kommenden Tagen noch zunehmen“, sagte Netanjahu in einer Videoansprache. Die israelische Armee setze ihre „volle Stärke ein wie niemals zuvor, um unsere Existenz und Zukunft zu sichern“. Die israelische Armee verkündete die Mobilisierung von fast 100.000 Reservisten für den Militäreinsatz gegen den Erzfeind Iran. (dpa / afp)
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Trump: US-Militär hat neun iranische Marineschiffe versenkt
19:38 Uhr
Bei den Angriffen auf den Iran hat das US-Militär nach Angaben von Präsident Donald Trump neun Marineschiffe versenkt. Darunter seien „einige relativ große und wichtige“ gewesen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump kündigte an, dass bald weitere iranische Kriegsschiffe versenkt würden. Bei einem weiteren Angriff sei das Marinehauptquartier „weitgehend zerstört“ worden. Zunächst stand eine Bestätigung von iranischer Seite aus.
Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) mitgeteilt, den US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ mit vier ballistischen Raketen angegriffen zu haben. Dies sei Teil der Operation „Wahres Versprechen 4“, in der als Vergeltung für die Angriffe im Iran Ziele der USA und Israels von den iranischen Streitkräften zerstört werden, erklärten die IRGC auf ihrer Internetseite.
Das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) bestritt dies. „Die ‚Lincoln‘ wurde nicht getroffen. Die abgefeuerten Raketen sind nicht ansatzweise in die Nähe gekommen“, hieß es. Von dem Flugzeugträger starteten weiterhin Flugzeuge.
Zudem teilte Centcom mit, dass B-2-Bomber gesicherte Raketenanlagen im Iran angegriffen hätten. Die Tarnkappenbomber seien mit 2.000 Pfund schweren Bomben bestückt gewesen, hieß es.
Ferner warf Centcom der Führung in Teheran vor, dass der Iran bei seinen Gegenangriffen anders als dargestellt auch zivile Einrichtungen attackiert habe. Neben mehreren Flughäfen und Hotels seien auch eine Ölraffinerie und Wohngebiete in mehreren Golfstaaten beschossen worden, hieß es. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte in einem Interview mit dem Nachrichtensender Al-Jazeera gesagt, dass ausschließlich Stützpunkte und Einrichtungen der Vereinigten Staaten ins Visier genommen worden seien. (dpa)
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Ahmadinedschad angeblich noch am Leben
19:12 Uhr
Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach Angaben seiner Partei Dolate Bahar doch nicht getötet worden sein. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Ilna gemeldet, der 69-Jährige sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen. Welche der beiden Angaben richtig ist, konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
„Dolate Bahar gibt hiermit bekannt, dass die Berichte über den Märtyrertod von Dr. Ahmadinedschad bei den amerikanisch-israelischen Angriffen falsch sind“, hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Partei.
Die Nachrichtenagentur Isna veröffentlichte zudem eine Mitteilung Ahmadinedschads zum Tode des obersten geistlichen Führers im Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Dessen Tod war in der Nacht im Staatsfernsehen verkündet worden. (dpa)
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Trump will mit Iran über Zukunft reden
18:52 Uhr
Einen Tag nach den Angriffen auf den Iran und der Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat sich US-Präsident Donald Trump gesprächsbereit gezeigt. „Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen“, zitierte ihn die Zeitschrift „The Atlantic“ nach einem Telefoninterview. Dabei warf Trump den Iranern vor, zu lange gezögert zu haben. Unklar war, ob die iranische Seite auch zu Gesprächen bereit ist.
Wann genau die Gespräche stattfinden sollen, ließ Trump demnach offen. Der Präsident habe angemerkt, dass einige Iraner, die an den bisherigen Verhandlungen beteiligt waren, nicht mehr am Leben seien. „Die meisten dieser Leute sind tot. Einige derjenigen, mit denen wir verhandelt haben, sind tot, denn das war ein schwerer Schlag“, sagte er.
Mit wem Trump nun sprechen möchte, ist bislang unklar. Zuletzt verhandelten die Vereinigten Staaten unter Vermittlung von Oman mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi. Nach dem Tod von Chamenei bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen auf Teheran ist der weitere Kurs des Landes unklar.
Bis ein neues Staatsoberhaupt bestimmt wird, soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie dem Mitglied des Wächterrats, Alireza Arafi, zu. Für die Wahl des neuen Staatschefs ist ein sogenannter Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, zuständig. (dpa)
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Merz warnt vor ungewissen Folgen der Militärschläge
17:08 Uhr
Deutschlands Kanzler Friedrich Merz hat auf Risiken der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hingewiesen. „Die Militärschläge sollen das zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes beenden“, sagte der CDU-Politiker in Berlin. „Das ist nicht ohne Risiko.“ Man wisse nicht, „in welche Eskalation die harten iranischen Gegenschläge die Region noch ziehen werden“. Und man wisse nicht, „ob der Plan aufgeht, durch Militärschläge von außen einen politischen Wandel von innen heraus zu ermöglichen“, so Merz.
„Die innere Dynamik im Iran ist nur schwer zu durchschauen“, sagte der Kanzler. Der Vergleich mit den westlichen Interventionen in Afghanistan, im Irak und in Libyen trage nur zum Teil. „Aber er zeigt doch, wie real die Risiken mittelfristig sind. Ihre Folgen hätten auch wir in Europa und in Deutschland zu tragen.“ Merz äußerte sich nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats im Kanzleramt.
„Das Mullah-Regime ist ein Terrorregime, das verantwortlich ist für die Jahrzehnte währende Unterdrückung des iranischen Volkes“, betonte der Kanzler mit Blick auf die gegenwärtige Führung des Irans. Die Bundesregierung teile „die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt“. Mit den Vereinigten Staaten und Israel teile man das Interesse daran, dass „der Terror dieses Regimes aufhört und die gefährliche nukleare und ballistische Aufrüstung gestoppt wird“. (dpa)
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Minister: Chamenei-Nachfolge binnen zwei Tagen möglich
16:44 Uhr
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hält es für möglich, dass ein neuer geistlicher Führer im Iran innerhalb von Tagen feststeht. „Es könnte schon in einem oder zwei Tagen zur Wahl eines obersten Führers kommen“, sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al-Jazeera in einem exklusiven Interview.
Araghtschi verurteilte die Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei durch die israelisch-amerikanischen Angriffe als „beispiellos und eine schwere Verletzung internationalen Rechts“.
Bis ein neues Staatsoberhaupt gewählt ist, soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie dem Mitglied des Wächterrats, Alireza Arafi, zu. Für die Wahl ist ein sogenannter Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, zuständig.
Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäußert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Dem Staatsapparat dürfte es jedoch schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen. (dpa)
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Pentagon: Drei US-Soldaten bei Militäreinsatz gegen Iran getötet
16:01 Uhr
Bei dem US-israelischen Militärangriff gegen den Iran sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums drei Soldaten getötet worden. Fünf weitere Soldaten seien „schwer verletzt“ worden, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Sonntag im Onlinedienst X mit. Ortsangaben oder Angaben zur Identität der getöteten Soldaten wurden nicht gemacht. (afp)
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US-Flugzeugträger laut Iran von vier Raketen getroffen – Pentagon widerspricht
15:29 Uhr
Die iranischen Revolutionsgarden haben als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger im Persischen Golf angegriffen und getroffen. „Der US-Flugzeugträger ‚USS Abraham Lincoln‘ wurde von vier ballistischen Raketen getroffen“, teilten die Revolutionsgarden am Sonntag laut örtlichen Medien mit. „Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der terroristischen Aggressoren“, warnten sie demnach.
Das US-Verteidigungsministerium widersprach den iranischen Angaben jedoch. „Die ‚Lincoln‘ wurde nicht getroffen“, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Sonntag mit. „Lüge“, erklärte das Centcom weiter. „Die abgeschossenen Raketen sind ihr nicht einmal nahe gekommen.“ (afp)
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Iranische Vergeltungsangriffe: Drei Tote in Emiraten – ein Toter in Kuwait
15:20 Uhr
Durch die iranischen Gegenangriffe sind in der Golfregion mehrere Menschen getötet worden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien drei Menschen getötet worden, erklärte das Verteidigungsministerium der Emirate am Sonntag. Es handele sich um Staatsbürger aus Pakistan, Nepal und Bangladesch. 58 weitere Menschen seien verletzt worden.
Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten 165 ballistische Raketen entdeckt. 152 seien zerstört worden. 541 iranische Drohnen seien registriert worden, 506 von ihnen seien abgefangen und zerstört worden.
Auch aus Kuwait wurden Opfer durch iranische Angriffe gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes wurde ein Mensch getötet. 32 Menschen seien verletzt worden, alle seien Ausländer. (afp)
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Bericht: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet
14:52 Uhr
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ilna. Der 69-Jährige habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt befunden.
Ahmadinedschad war von 2005 bis 2013 iranischer Staatspräsident. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.
Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocaust war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende seiner Amtszeit umstritten.
Ahmadinedschad stützte sich während seiner Präsidentschaft massiv auf die Revolutionsgarden (IRGC). Im Gegenzug verschaffte er ihnen Gewinne bei Privatisierungen sowie Kontrolle über strategische Wirtschaftssektoren.
Obwohl Ahmadinedschad als Ziehsohn des jetzt getöteten Ajatollah Ali Chamenei galt, entwickelte er sich gegen Ende seiner Präsidentschaft und darüber hinaus zu einer unberechenbaren Opposition innerhalb des Systems.
Nach seiner Amtszeit war Ahmadinedschad weiter politisch aktiv als Mitglied des Schlichtungsrates. Mehrere Versuche, erneut für die Präsidentschaft zu kandidieren, wurden jedoch vom iranischen Wächterrat in den Jahren 2017, 2021 und 2024 nicht zugelassen. (dpa/bearbeitet von sbi)
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Israel vermeldet mindestens sechs Tote durch iranischen Raketenangriff
13:58 Uhr
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben.
Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.
Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. „Wir hören immer wieder laute Knallgeräusche, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen“, sagte ein Einwohner Tel Avivs. „Es nimmt einfach kein Ende.“
Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt. Am Samstag war bei einem Raketeneinschlag in Tel Aviv eine Frau getötet worden. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben bei iranischen Raketenangriffen auf Israel bisher acht Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt. (dpa/bearbeitet von sbi)
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Tote bei Protesten vor US-Konsulat in Pakistan
13:09 Uhr
Bei Protesten in Südpakistan gegen die USA und Israel nach deren Angriffen auf den Iran hat es mehrere Tote gegeben. Vor dem Konsulat der USA in der Stadt Karachi wurden am Sonntag bei Protesten nach Krankenhausangaben mindestens neun Menschen durch Schüsse getötet. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden 20 weitere Menschen verletzt.
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran versuchten hunderte Demonstranten, das US-Konsulat in Karachi im Süden Pakistans zu stürmen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge dauerten die Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten vor dem Konsulat am Nachmittag (Ortszeit) an. (afp)
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Papst warnt vor „Abgrund“ im Nahen Osten
12:51 Uhr
Papst Leo XIV. hat eine Rückkehr zur Diplomatie verlangt. Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken sprach zum Abschluss seines Sonntagsgebets im Vatikan von einer „Tragödie von enormem Ausmaß“. „Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen erreichen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, verantwortungsvollen und authentischen Dialog.“
Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz mahnte der Pontifex alle Beteiligten, „moralische Verantwortung“ zu übernehmen. Die Spirale der Gewalt müsse beendet werden, „bevor sie zu einem unwiderruflichen Abgrund wird“. Leo schloss mit den Worten: „Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden.“ (dpa)
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Putin nennt Tötung Chameneis Verstoß gegen Moral und Völkerrecht
12:34 Uhr
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Tötung des iranischen Religionsführers Ali Chamenei als einen „zynischen Verstoß gegen alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts“ kritisiert. In einem vom Kreml veröffentlichten Schreiben bekundete er dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian sein Beileid.
Chamenei werde in Russland als „herausragender Staatsmann“ in Erinnerung bleiben, der einen enormen persönlichen Beitrag für die freundschaftlichen russisch-iranischen Beziehungen geleistet und sie auf die Ebene einer umfassenden strategischen Partnerschaft gebracht habe. Putin bat darum, der Familie und Freunden Chameneis sowie der Regierung und dem iranischen Volk sein Beileid zu übermitteln und seine Unterstützung zuzusichern.
Russland hatte die Angriffe auf den Iran am Samstag als „gefährliches Abenteuer“ kritisiert, welche die Region in eine „Katastrophe“ stürzen könnten. Teheran war bisher einer der wichtigsten Verbündeten Moskaus in der seiner Offensive gegen die Ukraine. Beide Länder vereinbarten im vergangenen Jahr die Ausweitung ihrer Beziehungen, unter anderem im Militärbereich. (dpa/afp/bearbeitet von sbi)
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Trump droht Iran bei Vergeltungsschlägen mit „noch nie dagewesener Härte“
11:39 Uhr
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran gedroht, sollte das Land nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei Vergeltungsangriffe gegen die USA und Israel verüben.
Zuvor hatten die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen. „In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen“, hieß es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik.
„Das sollten sie aber lieber nicht tun“, schrieb Trump in Großbuchstaben in seinem Onlinedienst Truth Social am Sonntag. „Denn wenn sie das tun, werden wir mit einer noch nie zuvor dagewesenen Härte zuschlagen.“ (dpa/afp/bearbeitet von sbi)
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Irans Präsident bezeichnet Tötung Chameneis als „Kriegserklärung an Muslime“
11:06 Uhr
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen als eine „Kriegserklärung an die Muslime“ bezeichnet. Die „Ermordung“ Chameneis werde als „offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen“, sagte Peseschkian am Sonntag in einer Fernsehansprache. Der Iran betrachte es als „seine legitime Pflicht und sein Recht, sich an den Tätern und Drahtziehern dieses historischen Verbrechens zu rächen“, fügte er hinzu.
Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Ali Laridschani, drohte mit beispiellosen Angriffen gegen die USA und Israel. „Gestern hat der Iran Raketen auf die Vereinigten Staaten und Israel abgefeuert und sie haben ihnen geschadet“, erklärte Laridschani im Onlinedienst X. „Heute werden wir sie mit einer Härte treffen, die sie noch nie erlebt haben“, fuhr er fort. (dpa)
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Israel greift Ziele im Herzen von Teheran an
10:14 Uhr
Erneut hat es in der iranischen Hauptstadt Teheran laute Explosionen gegeben. Die israelische Armee teilte mit, man greife „Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an“. Einwohner berichteten, es handele sich offenbar um Angriffe im Stadtzentrum.
Die israelische Armee gab an, sie habe im Verlauf des vergangenen Tages großangelegte Angriffe im Iran ausgeführt, „um die Lufthoheit herzustellen und den Weg nach Teheran zu ebnen“. (dpa)