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Soldeu: Emma Aicher gewinnt Super-G und bricht Rekorde

Weltcup in Soldeu: Emma Aicher triumphiert im Super-G am Samstag, Stand: 01.03.2026 • 11:19 Uhr. Emma Aicher sicherte sich den Sieg im Super-G in Soldeu. Mit einer herausragenden Leistung ließ sie ihren Mitbewerberinnen keine Möglichkeit. Dies ist ihr dritter Sieg im Weltcup in dieser Saison. Kira Weidle-Winkelmann erreichte einen Platz unter den besten 10. Von Raphael Weiss

Emma Aicher hatte im Interview mit der Sportschau vor dem Rennen betont, dass ihre Startnummer zwölf durchaus einen Vorteil bieten könnte. Angesichts der Strecke, die einige knifflige Passagen aufwies, hoffte sie, von den Fahrern mit niedrigeren Startnummern etwas lernen zu können.

Aicher zerschmettert die Rekordzeit

Eine Strategie, die erfolgreich war. Besonders bei Corinne Suter und Alice Robinson scheint die 22-Jährige genau hingeschaut zu haben. Die Schweizerin setzte als erste Starterin eine erste Bestmarke im Schnee, an der sich die nachfolgenden Skirennfahrerinnen die Zähne ausbissen. Nur die Neuseeländerin Robinson konnte die Zeit von Suter mit einer sehr direkten, aggressiven Linie übertreffen.

Doch dann trat Emma Aicher auf die Bühne. Gleich zu Beginn ging die Allrounderin mit voller Kraft ans Werk, wählte eine sehr direkte Linie, meisterte mutig die anspruchsvollen Sprünge und nahm insbesondere im letzten Abschnitt ein hohes Risiko auf sich. Mit Erfolg – Aicher zertrümmerte die Zeit von Robinson und setzte sich fast eine Sekunde (+0,88 Sekunden) vor die anderen Konkurrentinnen. Eine Zeit, die niemand mehr unterbieten konnte.

Aicher reflektiert kritisch: "Nicht vollständig umgesetzt"

Am Ziel zeigte sich Aicher gewohnt unbeeindruckt und selbstkritisch: "Ich denke nicht, dass ich es vollständig durchgezogen habe. Während des Laufs dachte ich: 'Komm schon, Emma. Sei ein bisschen konsequenter.'" Diese Einschätzung hatte jedoch keinen Einfluss auf das Ergebnis. So sicherte sie sich ihren dritten Weltcupsieg in dieser Saison, den zweiten im Super-G. Robinson belegte den zweiten Platz, während Suter Dritte wurde.

Trotz des siebten Platzes – wieder Kopfschütteln bei Kira Weidle-Winkelmann

Für Kira Weidle-Winkelmann verlief das Rennen in Soldeu leider nicht besonders erfolgreich. Im Mittelabschnitt büßte die 30-Jährige erheblich Zeit ein, über eine Sekunde, und damit auch jede Möglichkeit, um die Podestplätze zu kämpfen. Besonders frustrierend, da Weidle-Winkelmann im zweiten und vierten Sektor nahe an der Bestzeit war.

Ein unzufriedenes Kopfschütteln am Ziel, als die +1,41 Sekunden auf der Anzeige erschienen. Es war die gleiche Reaktion, die sie bereits am Tag zuvor nach ihrer Abfahrt in Soldeu gezeigt hatte. Letztendlich reichte die Zeit jedoch für den siebten Platz.