Natalie amiri: Trauer und Jubel nach dem Tod von Ali Chamenei im Iran
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Natalie amiri: Trauer und Jubel nach dem Tod von Ali Chamenei im Iran
Mit Tränen in den Augen kündigt die TV-Moderatorin im Iran den Tod von Chamenei an – und dann bricht das Chaos aus.
Absender: Hannes Niemeyer
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Das iranische Staatsfernsehen meldet den Tod von Chamenei. Während der Bekanntgabe bricht dem Moderator die Stimme. In Teheran bricht der Jubel aus.
Teheran – Nach den Angriffen von Israel und den USA steht seit Sonntagmorgen fest: Irans oberster Führer Ali Chamenei ist verstorben. Donald Trump hatte dies zuvor bereits bestätigt, und kurz darauf berichteten auch iranische Staatsmedien über die Nachricht. Die Residenz des Mullah-Führers wurde bei den Luftangriffen stark beschädigt, Bilder dokumentierten das enorme Ausmaß der Zerstörung.
Im iranischen Staatsfernsehen wurde der Tod von Chamenei bekanntgegeben – der Moderator konnte seine Tränen nicht zurückhalten. © Screenshot X / dpa/AP | Vahid Salemi
Um 02:30 Uhr in der Nacht (MEZ) verbreitete der iranische Staatsfernseher die Nachricht weltweit. Mit zitternder Stimme verkündete ein Moderator den Tod von Chamenei. Das Staatsfernsehen gab keine Informationen zu den Umständen seines Ablebens preis und erwähnte auch nicht die Luftangriffe der USA und Israels auf seine Residenz am Samstag in Teheran.
Chamenei bei Angriffen auf den Iran ums Leben gekommen – Moderatorin weint bei der Bekanntgabe im Staatsfernsehen des Iran
Ein Video, das die Bekanntgabe des Todes zeigt, verbreitet sich derzeit rasant im Internet. Unter denjenigen, die es geteilt haben, ist auch Shayan Sardarizadeh, ein Journalist der BBC und Fachmann für Faktenprüfung und Verifikation. „Hier ist der Moment, als ein weinender Moderator im iranischen Staatsfernsehen heute Morgen bestätigte, dass der Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei durch US-amerikanische und israelische Luftangriffe ums Leben kam“, schrieb er zu dem drei Minuten langen Clip, den er auf seinem X-Account veröffentlichte.
Im Video ist zu beobachten, wie ein TV-Moderator, dessen Stimme immer wieder versagt, die Nachricht vom Tod verkündet. Laut einer CNN-Übersetzung äußert der Moderator metaphorisch-martialische Worte, dass Chamenei „den Trank des Märtyrertums gekostet“ habe. Er sei „in das erhabene himmlische Reich Gottes“ eingetreten. Gleichzeitig wurde eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen.
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Moderator kündigt den Tod von Chamenei im iranischen Staatsfernsehen an – in Teheran gibt es kein Halten mehr.
Im Iran brach nach der Bekanntgabe des Todes von Chamenei teils eine Welle der Euphorie aus. Bereits nach den ersten Meldungen, dass der Ober-Mullah möglicherweise verstorben sei, ertönte in Teheran Jubel. Anwohner der Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern riefen. Diese Nachricht wurde unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet, die über Satellit im Iran empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören.
Ein Video davon wurde auch von ARD-Moderatorin Natalie Amiri auf ihrem X-Account geteilt. Die Aufnahmen zeigen Teheran in der Dunkelheit, während Jubelrufe, Gesänge und das Hupen von Autos zu hören sind. US-Präsident Trump nutzte den Tod von Chamenei, um die iranische Bevölkerung daran zu erinnern, dass dies die „größte Gelegenheit, das Land zurückzugewinnen“ sei. Dennoch gingen auch einige Menschen auf die Straße, um um den verstorbenen Chamenei zu trauern.
Nach dem Ableben von Chamenei: Trump ist überzeugt, dass die Auseinandersetzungen weitergehen werden
Auch der Sohn des letzten Schahs des Iran, Reza Pahlavi, ist der Meinung, dass die Islamische Republik nach dem Ableben ihres geistlichen Führers Ali Chamenei am Ende ist. „Mit seinem Tod ist die Islamische Republik de facto beendet und wird bald im Geschichtsmüll landen“, äußerte der Exil-Oppositionelle am Samstag über den Onlinedienst X.
Wie es weitergeht, bleibt zunächst ungewiss. Die iranischen Revolutionsgarden haben Vergeltungsmaßnahmen gegen die Aktionen Israels und der USA angekündigt. Am Sonntagmorgen kam es zu weiteren Angriffen, unter anderem auf Tel Aviv. Auch Trump äußerte, dass die Angriffe in den kommenden Tagen fortgesetzt werden könnten. Gleichzeitig sind die Angriffe auch in der benachbarten Golfregion spürbar. In Dubai ist ein Luxus-Hotel in Flammen aufgegangen. Das Auswärtige Amt hat einen Brief an Reisende verfasst. (Quellen: X/Natalie Amiri, X/Shayan Sardarizadeh, CNN, Bild, AFP, dpa) (han)